Überblick: Ein neues Actionspiel aus dem Hyper Light Drifter-Studio
Doch zuerst einmal erzähle ich dir, um was es überhaupt geht: Possessor(s) ist ein rasanter Action-Sidescroller aus der Feder von Heart Machine – jenem amerikanischen Studio, das sich mit Hyper Light Drifter bereits einen Namen als Team mit einer sehr eigenen visuellen und atmosphärischen Handschrift gemacht hat. Für Nintendo Switch 2 wurde das Spiel offiziell bestätigt, ein Launch-Trailer liegt bereits vor. Und zugegebenermaßen ist das erst einmal nicht viel mehr als eine Ankündigung mit Bewegtbild, aber allein die Tatsache, dass ein Studio mit diesem Leumund erneut antritt, sollte man als Genre-Fan im Hinterkopf behalten.
Kampfsystem und Bewegung: Wie sich Possessor(s) spielt
Sicher, es gibt viele Sidescroller mit Kombo-Systemen, aber Possessor(s) setzt auf eine Idee, die ich für den eigentlichen Clou des Spiels halte: die titelgebende Fähigkeit, ein Objekt zu besitzen und es unmittelbar als Waffe einzusetzen – kombiniert mit klassischem Angreifen und Ausweichen. Die Entwickler betonen dabei hohes Tempo, spürbaren Bewegungsfluss und straffe, direkt reagierende Steuerung. Dazu kommen fordernde Bosskämpfe, die offenbar das Rückgrat der Spielerfahrung bilden sollen. Dabei geht es weniger um behäbiges Taktieren als um Momentum – ein Spiel, das will, dass du in Bewegung bleibst, nicht stehst und wartest.

Handgezeichnete Sprites, gemalte Welten: Der visuelle Stil
Wer nach der Pixelgrafik von Hyper Light Drifter ein ähnliches Bild erwartet, wird überrascht. Possessor(s) kombiniert handgezeichnete 2D-Charaktersprites mit gemalt wirkenden 3D-Umgebungen im Hintergrund – ein bewusster Bruch mit dem Pixel-Art-Look, für den das Studio bislang bekannt war. Das Ergebnis liest sich eher wie eine Mischung aus gemaltem Bilderbuch und Fighting-Game-Präsentation als wie ein klassischer Indie-Plattformer. Ich halte das für eine mutige Entscheidung, denn ein etabliertes visuelles Markenzeichen einfach beiseitezulegen, ist riskant. Doch genau darin liegt für mich auch der Reiz: Ein Studio, das sich nicht auf seinem alten Stil ausruht, bleibt eher im Gedächtnis als eines, das den nächsten Titel wie eine bloße Kopie des letzten aussehen lässt.
Release-Termin, Plattformen und aktueller Kenntnisstand
Bestätigt ist bislang die Umsetzung für Nintendo Switch 2. Ein konkretes Veröffentlichungsdatum liegt jedoch noch nicht vor, ebenso wenig technische Eckdaten wie Framerate oder Auflösung der Switch-2-Fassung. Hier bleibt die Lage schlicht offen, und ich würde jedem raten, vorschnellen Gerüchten zu Leistungsdaten mit Vorsicht zu begegnen, bis Heart Machine selbst Genaueres kommuniziert. Der Launch-Trailer gibt einen ersten Eindruck von Tempo und Bildsprache, ersetzt aber keine offiziellen technischen Angaben.
Verwandte Titel: Was Fans von Hyper Light Drifter erwarten dürfen
Wer Hyper Light Drifter mochte, bringt vermutlich bestimmte Erwartungen mit: eine dichte, leicht melancholische Atmosphäre, hohe Schwierigkeit, ein Gespür für minimalistisches Storytelling. Jedoch anders als bei Hyper Light Drifter steht bei Possessor(s) nicht die stille Erkundung im Mittelpunkt, sondern das direkte, schnelle Kampfgeschehen samt der Besitz-Mechanik als zentralem Alleinstellungsmerkmal. Ob das dieselbe Wirkung entfaltet, kann ich naturgemäß noch nicht abschließend beurteilen – dafür fehlen schlicht noch handfeste Spielerfahrungen jenseits des Trailers. Aber die Ausgangslage, ein erfahrenes Team mit einer klar artikulierten neuen Idee, ist vielversprechend genug, um das Spiel im Auge zu behalten.

Wo du Possessor(s) spielen und kaufen kannst
Für den Kauf und das Spielen kommt aktuell vor allem eine Plattform infrage:
- Nintendo Switch 2 – die bislang einzige offiziell bestätigte Plattform, vermutlich über den Nintendo eShop erhältlich, sobald ein Termin feststeht.
- Weitere Plattformen wurden bislang nicht offiziell genannt, dementsprechend sollte man hier keine voreiligen Schlüsse ziehen.
Bis ein Preis und ein Datum feststehen, bleibt nur, den offiziellen Kanälen von Heart Machine und dem Nintendo eShop zu folgen und das Spiel auf die Wunschliste zu setzen.
Japan-Bezug und Sprache: Kanji, Lokalisierung und Einordnung
Ein kurzer, aber wichtiger Hinweis für alle, die über jpnerd nach Japan-Bezügen suchen: Possessor(s) ist eine amerikanische Indie-Produktion, kein japanisches Spiel. Es gibt bislang keine bestätigten Angaben zu 漢字 (Kanji, chinesische Schriftzeichen (in der japanischen Schrift))-Inhalten, japanischer Sprachausgabe oder einer offiziellen japanischen Lokalisierung – wer hier gezielt nach Vokabeln oder Schriftzeichen zum Lernen sucht, wird im Spiel selbst voraussichtlich nicht fündig. Trotzdem ist der Titel für Fans japanischer Actionspiele und Metroidvania-artiger Genre-Strukturen interessant, weil er stilistisch und mechanisch in eine Tradition schneller, präziser Kampfsysteme einzahlt, die viele auch aus japanischen Produktionen kennen. Zum Schluss möchte ich noch kurz darauf eingehen, dass gerade diese Genre-Nähe – nicht die Herkunft des Studios – der eigentliche Grund ist, warum Possessor(s) auch hierzulande Aufmerksamkeit verdient.
