Nintendo Museum in Uji: Der komplette Guide für deinen Besuch

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Eingang des Nintendo Museum in Uji bei Kyoto mit beleuchtetem Logo-Schild
Nagomijirap / Wikimedia Commons (CC BY-SA 4.0)

Überblick

Lass mich dir kurz erzählen, wofür ich ziemlich lange gebraucht habe, um überhaupt eine Eintrittskarte zu ergattern: Das Nintendo Museum in Uji, südlich von Kyoto, hat am 2. Oktober 2024 seine Tore geöffnet, und zwar als komplett neu konzipiertes Haus, nicht als Umbau von irgendetwas Altem. Es ist kein klassisches Firmenmuseum mit Vitrinen und Erklärtafeln, sondern eher eine begehbare Zeitreise durch die Marke, bei der ziemlich genau gesteuert wird, wer wann reinkommt.

Wo genau du hinmusst: Uji bei Kyoto

Uji kennst du vielleicht vom grünen Tee, aber seit 2024 ist die Stadt auch für etwas ganz anderes berühmt. Ich bin von Kyoto aus mit dem Zug rübergefahren, keine halbe Stunde, und stand dann plötzlich vor einem Gebäude, das aussieht wie eine Mischung aus Museum und riesigem Geschenkpaket. Das Museum arbeitet mit einem Reservierungssystem, du kannst also nicht einfach spontan vorbeischauen und hoffen, dass gerade ein Platz frei ist. Plane das unbedingt vorher ein, sonst stehst du am Ende ratlos vor der Tür, so wie ich bei meinem ersten Versuch.

Nintendo Museum
Evan-Amos / Wikimedia Commons (Public domain)

Drinnen geht es nicht nur um schöne Erinnerungen, sondern auch um echte Technikgeschichte. Historische Hardware steht nach wie vor im Zentrum, und anders als manche Berichte im Netz nahelegen, hat sich daran nach der Eröffnung nichts grundlegend geändert. Im September 2025 kam eine Art Gallery im zweiten Stock von Ausstellungsgebäude 1 dazu, mit Konzeptzeichnungen und Entwicklungsmaterial zu Mario, Zelda und Animal Crossing. Ich habe vor einer Skizze gestanden, die aussah wie ein hingeworfener Serviettenentwurf, und dachte nur: krass, daraus ist tatsächlich ein ganzes Level geworden.

Das Mario-Jubiläum: die History Board Sonderausstellung

2025 wurde Super Mario Bros. ganze 40 Jahre alt, das Spiel kam schließlich 1985 raus, und das Museum hat das gefeiert, aber anders, als ich zuerst dachte. Es gab keine neue Hauptattraktion mit Originalmodulen aus den Achtzigern oder handsignierten Skizzen von Shigeru Miyamoto, auch keinen restaurierten spielbaren Famicom als Herzstück.

Stattdessen stand im Erdgeschoss von Ausstellungsgebäude 1, im Flurbereich, eine History Board mit Illustrationen aus den bisherigen Mario-Spielen. Mit der Nintendo Today App konntest du die Tafeln scannen und dabei Videos und Musik freischalten, richtig schön gemacht für ein kleines Extra zwischendurch. Dazu gab es besondere Jubiläumstickets und eine Beleuchtungsinstallation auf dem Museumsplatz, beides lief von Anfang Dezember 2025 bis Ende April 2026 und ist damit inzwischen wieder Geschichte. Aber genau das ist ja das Schöne an so einem Museum: Es verändert sich laufend, und beim nächsten Besuch wartet garantiert wieder etwas Neues.

Gerüchte und unbestätigte Berichte aus dem Netz

Jetzt mal ehrlich, im Netz kursieren noch ein paar Details, die ich nirgends offiziell bestätigt gefunden habe, deshalb nenne ich sie dir trotzdem, aber mit einem dicken Fragezeichen dahinter. Es heißt, es gäbe nachgebaute Entwicklerbüros, originale Famicom-Entwicklungsgeräte und Audiostationen mit Soundtracks von Nintendo-Komponisten. Andere Berichte sprechen von Stationen, die zeigen, wie ROM-Daten früher auf Modul-Platinen übertragen wurden, dazu handgeschriebene Level-Pläne aus den frühen Achtzigern, angeblich aus dem firmeneigenen Archiv in Kyoto mit Material von 1983 bis 1990.

Nintendo Museum
Evan-Amos / Wikimedia Commons (Public domain)

Dazu sollen interaktive Stationen erklären, wie die Hardware-Grenzen der damaligen Zeit bei Super Mario Bros. und beim Donkey Kong Automaten von 1981 zu richtig kreativen Lösungen im Level-Design geführt haben, ergänzt um Videointerviews mit Entwicklern aus den Achtzigern sowie Talk-Programme mit Spielehistorikern und ehemaligen Nintendo-Mitarbeitern. Klingt alles nach einem Traum für Nerds wie uns, aber bis das irgendwo offiziell bestätigt ist, nimm es lieber mit einer Prise Skepsis.

Neu am Start: das Super Family Restaurant

Und dann, halte dich fest: Im Juni 2026 hat das Museum ein komplett neues Kapitel angekündigt, ein eigenes Restaurant namens Super Family Restaurant. Die Eröffnung ist noch für dieses Jahr geplant, ein genaues Datum stand zum Zeitpunkt der Ankündigung aber noch nicht fest. Für mich zeigt das ziemlich deutlich, wohin sich der Ort entwickelt, weg vom reinen Ausstellungshaus, hin zu einem Ort, an dem du die ganze Marke mit allen Sinnen erlebst, inklusive Essen mit Wiedererkennungswert.

Japanisch lernen vor Ort: ein paar nützliche Wörter

Weil das hier schließlich auch eine Lernseite ist, will ich dir noch ein paar Wörter mitgeben, die du am Ticketschalter oder beim Small Talk brauchen kannst. (Hakubutsukan, Museum) heißt Museum, (tenji, Ausstellung) bedeutet Ausstellung, und (yoyaku, Reservierung) ist die Reservierung, die du für den Besuch sowieso brauchst. Das Museum selbst heißt auf Japanisch schlicht Nintendo Myujiamu, ziemlich easy zu merken, oder? Wenn du dir diese Handvoll Begriffe vor der Reise einprägst, fühlst du dich vor Ort gleich ein Stück selbstbewusster, glaub mir.

Nintendo Museum Guide: so kommst du rein

Das hätte ich vor meinem ersten Besuch gern gewusst: Reserviere so früh wie möglich, die Tickets werden über die offizielle Online-Reservierung vergeben und sind oft schnell weg. Kombiniere den Ausflug am besten mit einem Abstecher in die Teehäuser von Uji, das spart dir einen zweiten Bahntrip von Kyoto aus. Nimm dir für das Museum selbst mindestens zwei, drei Stunden Zeit, eher mehr, wenn du wie ich vor jeder Vitrine stehen bleibst und Fotos machst.

  • Tickets möglichst Wochen im Voraus über die offizielle Reservierung sichern
  • Anreise von Kyoto Station nach Uji dauert mit dem Zug etwa 20 bis 30 Minuten
  • Mindestens zwei bis drei Stunden Besuchszeit einplanen
  • Den Trip gut mit einem Abstecher zu den Teehäusern in Uji kombinieren

Das MUSST du einmal gemacht haben, ganz ehrlich.

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