Die Aubergine im Metropolitan Museum
Fairerweise muss man sagen, dass das Metropolitan Museum of Art in New York eine Sake-Flasche in Auberginenform in seiner Sammlung führt, und das macht neugierig. Die Objektseite zeigt ein Keramikobjekt, das eindeutig die Form einer 茄子 nasu nachahmt, und das Museum verortet es klar in der japanischen Tradition.
Glaub mir, solche Alltagsformen in der Kunst sind kein Zufall. Sie spiegeln Mythen und Bräuche wider. Na, überzeugt?
Die Redewendung: Erst Fuji, zweitens ein Falke, drittens eine Aubergine
Stell dir eine schmale Gasse in Tokio vor. Dort könnte dich die Redewendung 一富士二鷹三茄子 ichifuji nitaka san nasu aus dem Munde eines älteren Nachbarn erreichen.
Was steckt hinter der Reihenfolge?
Schauen wir uns die klassische Erklärung mal genauer an. Die Reihenfolge bezieht sich auf den sogenannten 初夢 hatsuyume, den ersten Traum des neuen Jahres, und besagt, dass derjenige, der in der Nacht vom 1. Auf den 2. Januar zuerst 富士山 fuji-san träumt, dann einen 鷹 taka und schließlich eine 茄子 nasu, großes Glück haben wird.
Was dazu führt, dass diese drei Motive so stark symbolgeladen sind, hat mehrere Erklärungen. Eine Theorie sieht Fuji als höchstes Symbol für Erhabenheit, einen Falken als Bild für Erfolg oder Ambition und die Aubergine als ungewöhnliches, seltenes Gut vergangener Zeiten. Meiner Erfahrung nach liefern historische Quellen oft mehrere, teils widersprüchliche Herleitungen.
Historische und sprachliche Erklärungen
Kennst du das Gefühl, wenn eine einfache Erklärung nicht reicht? Es gibt Hinweise, dass die Redewendung im Edo-Zeitalter verbreitet wurde, also zwischen Anfang 1600 und Mitte 1800. Manche Forscher führen die Auberginen-Zeichnung auf Anekdoten über hohe Beamte zurück, die große, gepflegte Auberginen bekamen. Andere verweisen auf Wortspiele: Das Verb "成す" kann in bestimmten Kontexten mit dem Wort für Aubergine assoziiert werden, und Erfolg schwingt mit.
Warte, da kommt noch mehr.
Auberginen als Neujahrsmotiv und Japanisch-Tipp
Hier zeige ich dir, wie die Aubergine im Kontext von Neujahrskarten und Haushaltsgegenständen auftaucht. Traditionelle Neujahrs-Motive (Oshogatsu) nutzen 一富士二鷹三茄子 ichifuji nitaka san nasu auf Karten, Aufdrucken und kleinen Dekorationsobjekten, weil das Symbol knapp, einprägsam und leicht wiederzuerkennen ist.
Bevor ich das vergesse, für Japanisch-Lerner ist das Sprichwort ein schönes Vokabelpaket. Du kannst 初夢 hatsuyume lernen, dazu 富士山 fuji-san und 茄子 nasu, und dabei Kulturwissen mit Wortschatz verknüpfen. Mein Tipp: Schreibe dir die drei Begriffe als kleine Eselsbrücke auf, das bleibt im Gedächtnis.
Mal ehrlich, dass ausgerechnet eine Aubergine als drittes Glückssymbol gilt, klingt komisch, ist aber so. Meiner Erfahrung nach macht genau diese Kombination aus Erhabenheit, Jagd und Alltag einen besonderen Reiz der Redewendung aus.
Wie eine museale Flasche zum Lehrstück wird
Glaub mir, Museen wie das Metropolitan Museum helfen, solche Verbindungen sichtbar zu machen. Die Sake-Flasche in Auberginenform funktioniert nicht nur als Objekt, sie ist auch ein Lehrstück für Japan-Interessierte. Form, Nutzung und Symbolik lassen sich hier gebündelt betrachten.
Wo wir gerade dabei sind, wenn du solche Objekte in Originalabbildungen siehst, achte auf Glasur, Proportion und Kontextangaben des Museums. Das liefert oft Datierungen oder Hinweise zur Herkunft. Meiner Erfahrung nach öffnen genau diese Details Diskussionen über Herkunft und Bedeutung.
Absolute Empfehlung: Wer Japan liebt, sollte sich nicht nur Textbeiträge merken, sondern auch echte Objekte anschauen. Warte, da kommt noch mehr.
Häufige Fragen
Macht eine Aubergine mich in Japan wirklich glücklich?
Die Aubergine ist ein symbolisches Motiv. Es geht um kulturelle Vorstellungen von Glück, nicht um eine reale Garantie für Erfolg.
Was bedeutet der Spruch genau?
Der Spruch beschreibt gute Vorzeichen für den ersten Traum des Jahres: erst Berg, dann Vogel, dann Aubergine als Zeichen guten Omen.
